Wir Menschen sind auf der Suche nach der besten Art zu leben. Man will ja was davon haben – und man hat ja auch nur ein Leben zur Verfügung! Dazu haben wir mehr Möglichkeiten als jede andere Generation vor uns. Und obwohl es uns in Österreich so gut geht, scheinen wir nicht wirklich happy zu sein.
Einige singen, dass wir einfach „eine ins Leben“ fahren sollen, ohne sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Am besten einfach eine „geile Zeit mit seine Leit“ verbringen, weil es eh keinen Sinn macht. Andere sagen: „Wenn das Leben endlich (vergänglich) ist, dann sollten wir endlich anfangen zu leben!“

Lohnt es sich womöglich doch, sich über ein wirklich lebenswertes Leben Gedanken zu machen?

Talks übers Lebn – bist dabei?

Mit Armin Hartmann Geb. 1969 in Wetzikon in der Schweiz. Verheiratet mit Beatrix und Vater von vier Kindern. Gelernter Zimmermann, Outdoor- und Erlebnispädagoge, MA in Theologie und Autor. Liebt und genießt das Leben, Skifahren, Lesen, Saxophonspielen, Mountainbiken und das Unterwegs sein in dieser großartigen Schöpfung. Seit 1993 arbeitet er auf Schloss Klaus (Fackelträger Österreich)

„Such nicht nach einem Sinn (im Leben), es wird keinen geben…“ singen Pizzera und Jaus. Sie sind nicht die ersten, die versprechen, dass man einfach drauflos leben soll und sich nicht den Kopf darüber zerbrechen muss, ob das einen Sinn macht oder nicht. Janis Joplin formulierte es ähnlich: Live Fast, Love Hard, Die Young… Sie gehört zum „Club 27“ mit vielen anderen… Ein sinnloses Leben ist also das Non-Plus-Ultra?

Die Bibel erzählt eine andere Geschichte, eine Liebesgeschichte, die sich zwischen Gott und Mensch abspielt. Gott schuf den Menschen aus Liebe und wendet sich uns auch aus Liebe zu. Wer sich geliebt weiß, lebt anders.

Bonhoeffer fragt: „Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott. Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!“

Was das im Einzelnen bedeutet, wird an diesem Abend bedacht. Über Sinn, Glück, Sehnsucht und was Gott damit zu tun hat.

Früher lebte man vielleicht 60 Jahre - plus eine Ewigkeit. Heute hat der postmoderne Mensch keine Ewigkeitsperspektive mehr. Also muss man die Ewigkeit in seine vielleicht 80 Jahre packen. Dazu haben wir noch mehr Mittel und Möglichkeiten denn je. Wer kurz mal nach London zum Lunch will, kann das locker machen, kostet noch nicht mal viel. Man lebt extremer, schneller, verrückter, aber nicht gesünder oder glücklicher. Möglicherweise lebt es sich ja doch ganz anders, wenn man weiß, dass dieses Leben weder letzte Erfüllung geben kann noch muss!

Was – oder vielmehr wer – gibt Erfüllung – und wo findet man es?
Man könnte auch mit einem abgewandelten Ikea-Werbespott fragen: „Lebst du schon oder stirbst du noch?“

Immer schneller, besser und mehr… man würde ja gerne leben, aber dafür hat man dann doch keine Zeit, schließlich ist man auf der Überholspur unterwegs. Das Leben muss ja tatsächlich noch vor dem Tode erledigt werden!

Das kann mitunter ganz schön anstrengend sein. Oder ist es womöglich so, dass man sich in einem Tätigkeitstaumel hält, damit man nicht über das nachdenken muss, was wirklich zählt im Leben? Auf der Jagd nach Leben kann es passieren, dass man es verpasst zu leben.

Ist immer mehr, besser und schneller wirklich das Rezept für ein gelungenes Leben? Oder stimmt der Spruch: „Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden!“

Der Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabu-Thema. Mit Ewigkeit kann man wenig anfangen. Glaube ist für viele wie eine Pille, die vielleicht das Gewissen beruhigt. Auf der anderen Seite wissen wir: Das einzige, was immer sicher ist im Leben, ist der Tod! Wie geht man damit um? Zwei Möglichkeiten:
  • „Wer früher stirbt ist länger tot!“ (Filmzitat)
  • „Du musst sterben, bevor du lebst, damit du lebst, wenn du stirbst.“ (H. P. Royer)
Ein Gottesdienst über Gott, die Ewigkeit, das Sterben und Leben…